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18.07.2018, 16:43 Uhr
Politisches Sommergespräch
Zum Politischen Sommergespräch lud die CDU Remseck am vergangenen Dienstag in das Bootshaus am Hechtkopf. Thema war der Wohnungsmarkt. Aktuell haben wir drastisch steigende Preise in allen Segmenten: Vom Reihenhaus bis zur kleinen Mietwohnung. 

 
 In Remseck und Umgebung ist das Problem besonders ausgedrückt: Wir sind ununterbrochen seit Jahrzehnten Zuzugsregion. Gleichzeitig gab die Landespolitik das Ziel aus, in Summe kein neues Bauland auszuweisen ("Nettonull"). Und auch die freiwerdenden Flächen, die vorher z.B. militärisch genutzt wurden, sind mittlerweile bebaut. 

Lösungen bestehen in drei Feldern: Mehr Wohnraum kann nur entstehen, wenn es genügend Bauflächen gibt, wenn Bauen wieder preiswerter wird und wenn Bürokratie abgebaut wird. Die Rahmenbedingungen für Neubau und Sanierung müssen optimiert werden. 
Im Koalitionsvertrag im Bund ist das Baukindergeld festgeschrieben. Das Land Baden-Württemberg stellt 2017 bis 2019 insgesamt 750 Millionen Euro bereit für sozialen Wohnungsbau und Eigenheimförderung im Land.
Für den sozialen Mietwohnungsbau gibt es nicht nur Darlehen, sondern auch Zuschüsse. Aber auch für einzelne Häuslebauer, etwa durch günstige Darlehen. Deshalb wurden Einkommensgrenzen für junge Familien erhöht, damit mehr Menschen profitieren können.

Das Bauen soll durch die Entschlackung der Landesbauordnung erleichtert werden. Dabei geht es um Vereinfachungen bei der Kinderspielplatzpflicht,  Erleichterungen im Holzbau oder eine Flexibilisierung beim Thema Barrierefreiheit. Und es geht auch darum, die starre Pflicht von zwei Fahrradstellplätzen pro Wohnung durch eine flexible Regelung zu ersetzen: Die Gemeinde vor Ort soll entscheiden. Es geht im Prinzip um viele Kleinigkeiten, die aber große Auswirkungen auf die Baukosten haben. Wir wollen weniger Bürokratie und mehr Wohnraum. Wichtig ist auch: Es geht weniger um das Senken von Standards, mehr um flexible Regeln, um passgenaue Lösungen vor Ort zu finden. 

Ohne die Neuausweisung von Wohngebieten – unter Berücksichtigung der Belange der Landwirtschaft und des Natur- und Artenschutzes – werden wir das Problem nicht lösen können. 
aktualisiert von Steffen Kirsch, 18.09.2018, 16:45 Uhr