Neuigkeiten

13.03.2019, 10:11 Uhr
Entscheidung zum Strombezug
Seit Jahren wird die Versorgung des  städtischen Strombedarfs über eine so genannte Bündelausschreibung, organisiert durch den Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) vergeben. Dies wurde auch für die folgenden Jahre beschlossen. 
Streitig war wie bei den vergangenen Vergaben, welcher Vertrag zu wählen ist: ein günstiges, konventionelles Angebot, Ökostrom oder Ökostrom mit Neuanlagenquote. Die Position der CDU-Fraktion ist hier klar: Wir geben öffentliche Gelder aus, sind also gehalten, möglichst sparsam zu wirtschaften. Den Mehrkosten von Ökostrom (6.800 bzw. 17.000 Euro pro Jahr) steht kein Mehrwert für die Bürger in Remseck gegenüber. Auch ändert der Strombezug eines Kunden nichts an der Stromerzeugung- für die Einspeisung in das Netz gilt auch ein Vorrang für erneuerbare Energieträger.

Demgegenüber wurde eingewandt, die Stadt müsse Vorbild sein. Dieses Argument greift für uns nicht. Ausbuchstabiert bedeutet Vorbildfunktion der Stadt, mehr Bürger würden Ökostrom beziehen, wenn die Stadt das tut. Das halten wir für abwegig. Unsere Bürgerinnen und Bürger sind mündig und entscheiden nach ihrem eigenen Ermessen, was sie tun. Auch haben wir seit zwanzig Jahren den liberalisierten Strommarkt, der es erlaubt, den Stromanbieter zu wechseln. So bietet ein bekanntes Vergleichsportal für Remseck über 60 Tarife an- das zeigt, das Interesse ist da, niemand braucht die Stadt, um mit Steuergelder "Vorbild" zu spielen.
aktualisiert von Steffen Kirsch, 12.03.2019, 10:11 Uhr