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30.09.2019, 19:06 Uhr
CDU Remseck zum Volksbegehren
Das Volksbegehren blendet die Auswirkungen auf unsere Landwirte aus.
 Das Ziel klingt gut: Rettet die Bienen. Doch die geforderten Maßnahmen sind zu hinterfragen. 
Geht es nach dem Volksbegehren „Rettet die Bienen“, sollen bis 2025 nur noch halb so viele Pflanzenschutzmittel ausgebracht werden wie heute, in Landschaftsschutzgebieten gar keine mehr und der Anteil am Ökolandbau bis 2035 50 Prozent betragen. 
Betrachtet man einmal eine Karte der Landschaftsschutzgebiete in Remseck, erkennt man, wie einschneidend diese Forderungen sind: Eingefärbt: Die Landschaftsschutzgebiete. Klar ist: geht dieses Volksbegehren so durch, sind diese Flächen für unsere Landwirt
 
Ca. 770.000 Unterschriften sind notwendig, damit der Landtag über den Gesetzesentwurf abstimmen muss. Der große Konstruktionsfehler: Der Artenschutz soll gegen die wichtigsten Naturschützer, unsere Landwirte, erreicht werden. Auch der Biolandbau (!) schlägt Alarm. Wenn es niemanden mehr gibt, der die Felder bestellt, die Weinreben schneidet oder die Obstwiese pflegt, weil es sich schlicht und ergreifend nicht mehr lohnt, werden wir unsere regionalen Produkte und einzigartige Kulturlandschaft verlieren. 
Betrachten wir einmal das Thema "Verbot von Pflanzenschutzmitteln im Landschaftsschutzgebiet":

Auf der Gemarkung der Stadt Remseck (in der Regel nur teilweise) liegen folgende Landschaftsschutzgebiete: 
Apfelbach-Lembach- und Strombachtal, einschließlich Stöckenberg, Mühläcker und Gaffert bei Hochdorf; Zipfelbachtal unterhalb Hochdorf mit Roßberg, Altach und Umgebung; Lemberg und Umgebung bei Hochdorf; Neckaraue zwischen Remseck-Neckarrems und Remseck-Hochberg mit Hochberger Wald, Hummelberg und Hesenbühl, Unteres Remstal;   Neckartal zwischen den Neckarbrücken von Hochberg und Neckarweihingen mit Randgebieten, insbesondere Uhlberg, Lochholz und Beuzlen.  
 

Dabei würden gerade regionale Produkte der Umwelt und dem Klima guttun. Unter dem Stichwort CO²-Bilanz ist nichts umweltfreundlicher als die Kartoffel oder der Apfel vom Bauern von nebenan. Wenn das verloren geht, fliegen unsere Lebensmittel um die halbe Welt, bevor sie in unserer Küche landen. Die Kartoffel kommt dann mit dem LKW über den Brenner und das Obst im Container via Rotterdam. Das kann doch nicht das Ziel sein! 
aktualisiert von Steffen Kirsch, 29.09.2019, 19:08 Uhr