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22.03.2019, 16:32 Uhr
„Europa ist ein christlich geprägter Kontinent“
EVP-Spitzenkandidat Manfred Weber wirbt bei Auftaktveranstaltung der CDU Nordwürttemberg für Europa.
Auf Einladung des CDU-Bezirksverbands Nordwürttemberg und seines Spitzenkandidaten und Vizepräsidenten des Europäischen Parlaments Rainer Wieland MdEP, begeisterte der bayerische EU-Politiker Manfred Weber in Kornwestheim rund 300 Gäste aus Baden-Württemberg.

Als Spitzenkandidat der EVP-Fraktion sei er derzeit in allen 27 Ländern der EU unterwegs und stelle fest, dass die Bürgerinnen und Bürger in ganz Europa die gleichen Sorgen und Ängste teilten. An erster Stelle stehe hier weiterhin die Flüchtlingsthematik: „Jeder europäische Politiker, der dafür Sorge trägt, dass die europäischen Grenzen vor illegaler Einwanderung gesichert sind, verdient unsere Unterstützung“, sprach sich Weber für den Grenzschutz Europas aus. Auch bekräftigte Weber den Anspruch seines Vorredners Innenminister Thomas Strobl, der eine stärkere Vernetzung und den grenzübergreifenden Ausbau von Kompetenzen für Sicherheitskräfte in Europa forderte. Gleichzeitig habe Europa als christlich geprägter Kontinent – denn in jedem Dorf in der Europäischen Union finde sich eine Kirche – die Pflicht, Menschen aus Krisengebieten für die Zeitdauer des Notstands gezielt zu helfen.

„Eine Gewitterwolke am Horizont“ sieht Weber in Bezug auf die wirtschaftliche Situation vieler Mitgliedstaaten der europäischen Union: „Wir brauchen uns nicht wundern, dass es in Südeuropa Zulauf für die Populisten gibt, bei der hohen Jugendarbeitslosigkeit dort“, mahnte Weber an. „Europas Jugend muss wieder Zukunft spüren können“ und dafür werde er sich mit den Kollegen aus der CDU/CSU-Fraktion und der EVP-Fraktion mit ganzer Kraft einsetzen. Besonders am Herzen liege ihm der Bereich Forschung: „40 Prozent der Europäer bekommen Krebs, deswegen werde ich mich für einen europäischen Masterplan einsetzen: Gemeinsam gegen Krebs. Wir müssen unsere Kräfte und unser Wissen bündeln und können als Europäer so die Welt zu einem besseren Platz machen“, beschrieb Weber seine Vorhaben als Kandidat um das Amt des Kommissionspräsidenten.

Auch bei der Sicherheits- und Außenpolitik bestehe weiterhin dringender Handlungsbedarf: „Derzeit müssen außenpolitische Beschlüsse von allen Mitgliedsstaaten einstimmig gefasst werden“, erklärte Weber. Damit Europa handlungsfähig und ernstgenommen werde, müssten außenpolitische Entscheidungen in Zukunft per Mehrheitsvotum getroffen werden können. Die Europäische Union sei die zweitgrößte Demokratie der Welt, nach Indien. Für diese Demokratie gelte es sich aus ganzer Kraft einzusetzen.

Die Vorsitzende des Haushaltskontrollausschusses und stellvertretende Bezirksvorsitzende der CDU Nordwürttemberg Dr. Inge Gräßle rekrutierte die Anwesenden zum Abschluss als Wahlhelfer für ein geeintes Europa: „Wir haben 212 Parteien alleine in der EVP-Fraktion. Mit 34 Abgeordneten der CDU/CSU bilden wir hier die größte Gruppe und haben einen guten Standpunkt, wenn es um die Bildung von Mehrheiten geht“, so Dr. Gräßle. Damit das so bleibe und Baden-Württemberg in Europa weiterhin eine starke Stimme habe, müssten alle Freunde und Bekannte mit an die Wahlurne genommen werden.

22.03.2019, 16:37 Uhr